Friedensforum Solingen lädt ein: Vortrag und Diskussion mit Harald Kujat


Für ein Ende des Krieges und eine europäische Sicherheits- und Friedensordnung

Harald Kujat
General a.D. der Luftwaffe,
ehm. Vorsitzender des Nato-Militärausschusses
Generalinspekteur der Bundeswehr


„Europa braucht jetzt den Mut zum Frieden“


Der Ukraine- und der Irankrieg haben eine neue
Dynamik bei der Entstehung einer neuen Weltordnung ausgelöst. Die Weltordnung wird durch die Rivalität der großen Mächte China, USA und Russland geprägt. Sie entwickelt sich von einer unipolaren zu einer multipolaren Ordnung. Dabei verschieben sich die Einflusssphären stark.

Internationale Institutionen verlieren an Durchsetzungskraft. Militärische Stärke
und wirtschaftliche Macht werden offener ausgespielt, strategische Allianzen werden wieder wichtiger. Eine Ausweitung der Kriege findet bereits statt und weitere Eskalationen werden wahrscheinlicher.


Die Art der Kriegsführung zeigt eine zunehmende
Missachtung des Völkerrechts. Gleichzeitig schwächen die durch Krieg und Konflikte stark steigenden Energiekosten die europäischen Volkswirtschaften. Die Menschen erleben, dass ihre Einkäufe immer teurer werden und militärische Überlegungen in alle Lebensbereiche übergreifen.


Die zunehmende Fragmentierung der internationalen Ordnung stellt Europa vor große Herausforderungen.
Europa muss seine sicherheitspolitische
Handlungsfähigkeit in einer instabileren Welt neu
bestimmen. Es muss einen eigenen konstruktiven
Beitrag zur Befriedung des Kontinents leisten. Ziel ist eine dauerhafte und gerechte Friedens- und
Sicherheitsordnung. Darüber hinaus muss Europa
seinen Willen und seine Fähigkeit zur geopolitischen
Selbstbehauptung stärken. Das gilt für Politik,
Wirtschaft, Technologie, Energiesicherheit und, wenn nötig, auch für das Militär.


Nach dem Vortrag – Fragen und Austausch mit
Harald Kujat und dem Friedensforum Solingen